Bevor wir aus Hong Kong wegflogen sagte ich dort noch zu einer Mutter, nachdem L. sich ein Stueck Kuchen statt des Kinderkekes vom Kaffeetisch geklaut hatte, dass er in Deutschland wenigstens wieder gesuender essen wuerde. Ich hatte Vorstellungen von frischem Gemuese selbstgekocht zum Mittagessen und Vollkornbrot und Dinkelkeksen.
Pustekuchen! Ich komme nicht wirklich zum Kochen und die sechs Grosseltern tun alles in ihrer Macht, dieses Kind von Grund auf zu verderben. Das Privileg der Grosseltern... Er hat nun schon (nicht zwingend in der Reihenfolge) Leberknoedel, Bratwurst, Saumagen, Bratkartoffeln, Eis, Marmeladenbroetchen und Kuchen gegessen und was weiss ich, was er noch gefuttert hat, wenn ich nicht aufgepasst habe. Wenn er nicht so ein duenner Hering waere, haette ich mich schon laengst dazwischengeworfen. Nun entschuldige ich es immer, dass er ja dann in Hong Kong wieder gesund essen wird. Mal schauen, ob das dann besser klappt...
Montag, 30. Juni 2008
Freitag, 27. Juni 2008
Auf Reisen Teil 1
Wir sind weder untergetaucht, noch mussten wir uns verstecken, auch wenn das vielleicht aufgrund der Blogpause den Anschein hat: nein, wir sind auf Heimaturlaub.
Seit dem Freitag den Dreizehnten sind wir unterwegs, erst zu dritt und nun nur noch der Zwerg und ich. Vorher war es erwartungsgemaess hektisch, weil M. fast 10 Tage auf Geschaeftsreise war und wir in kurzen Umpackpausen noch schnell alles Moegliche fuer Deutschland und Italien vorbereiten mussten. Am Wochenende vor unserer Abreise weinte Hong Kong bittere Traenen (wegen uns?) und wir hatten die ersten "Black Rain" Warnung unseres kurzen Aufenthalts. Es regnete tagelang so stark, dass es am Samstag den Haengen und Baeumen dann endgueltig zu viel wurde und sie sich massenweise in die Tiefe stuerzten. Ausserdem zeigte uns das Wasser, dass Landgewinnung zwar anscheinend das beliebteste Hobby der Hong Kong Bewohner nach Gluecksspiel ist, dass es aber auch umgekehrt geht. Wan Chai stand huefthoch unter Wasser und generell brach fast der gesamte Verkeht zusammen. Leider hatten wir zwar den Regen, nicht aber die Warnung mitbekommen und so hatte sich M. Samstag frueh auf den Weg gemacht, um seine Faeden ziehen zu lassen. Er brauchte fuer die 15 min mit dem Taxi anderthalb Stunden, um dann nach der Ankunft in Kowloon festzustellen, dass der Termin abgesagt worden war wegen des Wetters.
Der Flug nach Muenchen war extrem bescheiden, weil mein kleiner Mann nur im Vierzigminutentakt schlief (und das auch nur auf mir) und dazwischen schrie wie am Spiess. Ich kam mir vor wie in einer Albtraumversion von "Taeglich gruesst das Murmeltier". Immer wenn ich auf die Uhr sah und erwartete, dass doch nun bitte eine Stunde vergangen sein muesse, waren es nur 10 Minuten. 72 mal... Ich hatte nach dem Nachtflug insgesamt eine halbe Stunde geschlafen und blickte bei unserer Ankunft um halb sechs Uhr morgens dem Tag recht verschlafen entgegen.
Auf der Autobahn erstaunte uns das viele Gruen - das hatten wir schon fast vergessen. M. und ich ermahnten und gegenseitig, immer mal wieder auf den Asphalt zu schauen, um keine Gruenvergiftung zu bekommen vor lauter Entwoehnung. Ausserdem fiel uns auf, dass man in Muenchen anscheinend laaaange nicht so einen guten Geschmack hat wie in Hong Kong: so wenig Gold ueberall...
Seit dem Freitag den Dreizehnten sind wir unterwegs, erst zu dritt und nun nur noch der Zwerg und ich. Vorher war es erwartungsgemaess hektisch, weil M. fast 10 Tage auf Geschaeftsreise war und wir in kurzen Umpackpausen noch schnell alles Moegliche fuer Deutschland und Italien vorbereiten mussten. Am Wochenende vor unserer Abreise weinte Hong Kong bittere Traenen (wegen uns?) und wir hatten die ersten "Black Rain" Warnung unseres kurzen Aufenthalts. Es regnete tagelang so stark, dass es am Samstag den Haengen und Baeumen dann endgueltig zu viel wurde und sie sich massenweise in die Tiefe stuerzten. Ausserdem zeigte uns das Wasser, dass Landgewinnung zwar anscheinend das beliebteste Hobby der Hong Kong Bewohner nach Gluecksspiel ist, dass es aber auch umgekehrt geht. Wan Chai stand huefthoch unter Wasser und generell brach fast der gesamte Verkeht zusammen. Leider hatten wir zwar den Regen, nicht aber die Warnung mitbekommen und so hatte sich M. Samstag frueh auf den Weg gemacht, um seine Faeden ziehen zu lassen. Er brauchte fuer die 15 min mit dem Taxi anderthalb Stunden, um dann nach der Ankunft in Kowloon festzustellen, dass der Termin abgesagt worden war wegen des Wetters.
Der Flug nach Muenchen war extrem bescheiden, weil mein kleiner Mann nur im Vierzigminutentakt schlief (und das auch nur auf mir) und dazwischen schrie wie am Spiess. Ich kam mir vor wie in einer Albtraumversion von "Taeglich gruesst das Murmeltier". Immer wenn ich auf die Uhr sah und erwartete, dass doch nun bitte eine Stunde vergangen sein muesse, waren es nur 10 Minuten. 72 mal... Ich hatte nach dem Nachtflug insgesamt eine halbe Stunde geschlafen und blickte bei unserer Ankunft um halb sechs Uhr morgens dem Tag recht verschlafen entgegen.
Auf der Autobahn erstaunte uns das viele Gruen - das hatten wir schon fast vergessen. M. und ich ermahnten und gegenseitig, immer mal wieder auf den Asphalt zu schauen, um keine Gruenvergiftung zu bekommen vor lauter Entwoehnung. Ausserdem fiel uns auf, dass man in Muenchen anscheinend laaaange nicht so einen guten Geschmack hat wie in Hong Kong: so wenig Gold ueberall...
Dienstag, 3. Juni 2008
Was Muetter so alles tun...
L. schlaeft und meine Pizza ist im Ofen, also nutze ich die Zeit, um Euch schnell zu erzaehlen, wie wir heute den Vormittag verbracht haben. K. hatte mir gestern erzaehlt, dass es angeblich in einem Car Park in Central einen Spielzeug-Verkauf geben sollte, der morgens um 8:30 anfing.
Da mussten wir natuerlich hin! Ich packte also den Zwerg in den Carrier und wir fuhren zu der Adresse. Dort wusste keiner Bescheid und wir wanderten mit ein paar Mit-Mamis durch das gesamte Parkhaus und fragten immer nur alle, die uns entgegenkamen "Toy Sale? Car Park?". Nach einer Weile fanden wir dann eine Ecke in dem Parkhaus, in dem sich dutzende Pappkartons stapelten und Muetter sich um Spielzeug balgten. Dazu regnete es noch in Stroemen und in dem Parkhaus war eine Luftfeuchtigkeit wie in einem Dampfgarer. K. und ich ergatterten dann unter anderem eine Kugelbahn, Steckbaukloetze, Holzpuzzel und noch anderen Kleinkram fuer insgesamt 20 Euro. Wir verpackten alles in zwei Pappkisten und versuchten uns auf den Heimweg zu machen. An den Bus war mit zwei Babies und dem ganzen Kram nicht zu denken, also versuchte ich ein Taxi zu bekommen, waehrend K. mit ihrem Sohn in dem Parkhaus unsere Kisten bewachte.
Da es regnete, dauerte es 20 min, bis ich ein Taxi bekam und der wollte mich dann eigentlich nicht fahren, weil er ein Kowloon-Taxi war und sich auf der Insel nicht auskannte. Als ich ihm dann noch erklaerte, er solle mich ins Parkhaus fahren, hielt er mich wohl fuer total verrueckt. Wer nimmt sich auch ein Taxi auf der Strasse, um sich dann in der Parkhaus nebendran fahren zu lassen?
Waehrend der Fahrt erklaerten wir ihm (der hauptsaechlich Kantonesich sprach) auf Englisch und Mandarin wo er lang fahren sollte, waehrend er bei jeder unpassenden Gelegenheit damit beschaeftigt war, sein Auto von innen mit Glasreiniger zu saeubern. Es war sehr seltsam...
Montag, 2. Juni 2008
Die Familie ist krank...
M. sitzt hier neben mir mit einer dicken Backe und arbeitet von zu Hause, weil er sich immer noch von seiner Weissheitszahn OP erholt und L. wacht nachts regelmaessig auf und weint, weil er einen fiesen Schnupfen und Husten hat. Den hat er von mir, denn ich hatte vorletzte Woche eine Ohrinfektion, die ich idealerweise mit einer Magen-Darm-Grippe kombinierte. Und dazwischen bekamen wir noch zwei Mal fuer drei Tage Besuch von lieben Freunden aus Deutschland. Deswegen sind wir blog-technisch ein wenig untergetaucht.
So ungefaehr vor zehn Tagen ist hier nun wirklich Sommer geworden. Nicht, dass es vorher kuehl gewesen waere, aber nun ist es HEISS. Jeden Tag ungefaehr 30 Grad und mind. 90% Luftfeuchtigkeit. Dabei scheint nicht immer die Sonne, aber das ist nur Tarnung. Man denkt als Westeuropaeer, dass es bei bedecktem Himmel vielleicht ein wenig kuehler waere oder zumindest nach einem Regenschauer abkuehlt, aber es ist trotzdem so als ob man in eine Wand aus Pudding laeuft, sobald man aus der Tuer tritt.
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