Wir sind weder untergetaucht, noch mussten wir uns verstecken, auch wenn das vielleicht aufgrund der Blogpause den Anschein hat: nein, wir sind auf Heimaturlaub.
Seit dem Freitag den Dreizehnten sind wir unterwegs, erst zu dritt und nun nur noch der Zwerg und ich. Vorher war es erwartungsgemaess hektisch, weil M. fast 10 Tage auf Geschaeftsreise war und wir in kurzen Umpackpausen noch schnell alles Moegliche fuer Deutschland und Italien vorbereiten mussten. Am Wochenende vor unserer Abreise weinte Hong Kong bittere Traenen (wegen uns?) und wir hatten die ersten "Black Rain" Warnung unseres kurzen Aufenthalts. Es regnete tagelang so stark, dass es am Samstag den Haengen und Baeumen dann endgueltig zu viel wurde und sie sich massenweise in die Tiefe stuerzten. Ausserdem zeigte uns das Wasser, dass Landgewinnung zwar anscheinend das beliebteste Hobby der Hong Kong Bewohner nach Gluecksspiel ist, dass es aber auch umgekehrt geht. Wan Chai stand huefthoch unter Wasser und generell brach fast der gesamte Verkeht zusammen. Leider hatten wir zwar den Regen, nicht aber die Warnung mitbekommen und so hatte sich M. Samstag frueh auf den Weg gemacht, um seine Faeden ziehen zu lassen. Er brauchte fuer die 15 min mit dem Taxi anderthalb Stunden, um dann nach der Ankunft in Kowloon festzustellen, dass der Termin abgesagt worden war wegen des Wetters.
Der Flug nach Muenchen war extrem bescheiden, weil mein kleiner Mann nur im Vierzigminutentakt schlief (und das auch nur auf mir) und dazwischen schrie wie am Spiess. Ich kam mir vor wie in einer Albtraumversion von "Taeglich gruesst das Murmeltier". Immer wenn ich auf die Uhr sah und erwartete, dass doch nun bitte eine Stunde vergangen sein muesse, waren es nur 10 Minuten. 72 mal... Ich hatte nach dem Nachtflug insgesamt eine halbe Stunde geschlafen und blickte bei unserer Ankunft um halb sechs Uhr morgens dem Tag recht verschlafen entgegen.
Auf der Autobahn erstaunte uns das viele Gruen - das hatten wir schon fast vergessen. M. und ich ermahnten und gegenseitig, immer mal wieder auf den Asphalt zu schauen, um keine Gruenvergiftung zu bekommen vor lauter Entwoehnung. Ausserdem fiel uns auf, dass man in Muenchen anscheinend laaaange nicht so einen guten Geschmack hat wie in Hong Kong: so wenig Gold ueberall...
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