(Ihr werdet Euch wohl leider an die umstaendliche Umlautschreibung gewoehnen muessen - und ich auch - weil ich einen neuen Rechner habe mit amerikanischer Tastatur und der kann das sonst nicht.)
Passend zu unserem letzten Blog kann ich heute erst einmal vermelden, dass wir nun den 6.Zahn haben und das komplett ohne Geburtstag, der mir einfaellt, dem wir das heute widmen koennen. Angebote werden gerne angenommen.
So, was haben wir denn so getrieben in den letzten 16 Tagen? Die Packer hatten ja netterweise fast alle Kartons (so bis auf 15 oder so) ausgepackt und uns das Zeug unsortiert in die Schraenke geraeumt. Meine Aufgabe fuer die naechsten Tage bestand also daraus, ueberall unsere Sachen zusammenzusuchen und neu zu sortieren. Das war alles der perfekte Abenteuerspielplatz fuer L., der fett grinsend zwischen allem rumkrabbelte, was er nicht anfassen sollte und wir spielten ununterbrochen das "Nein"-Spiel.
Nach einer Woche war Ostern und wir konnten die vier freien Tage gut nutzen, um alles endlich bis auf den letzten Karton zu verraeumen. Nun fehlen nur noch Bilder an den Waenden und ein paar weitere Kleinigkeiten, die wir ueber die naechsten Wochen besorgen koennen. Jetzt koennen wir es erst einmal endlich ein wenig ruhiger angehen lassen.
Um uns genuegend Druck zu machen fuers Aufraeumen luden wir uns am Ostermontag vier Paerchen mit Kindern ein und feierten eine spontane "Last Empty Box Party".
Wie man sieht, entwickelt sich auch unser Social Iife langsam weiter und manche Treffen zeigten uns mal wieder, wie klein diese Welt ist. Wir wurden hier im Bel Air mit offenen Armen empfangen und K., die mir ja schon in Kowloon so lieb geholfen hatte, lud uns weiter oft ein uns stellte uns einem anderen Paerchen mit einer 2-jaehrigen Tochter und einem 5-Wochen alten Sohn vor. Der Mann arbeitet bei der gleichen Firma wie M.s Schwester und nach ein paar Bierchen (die Maenner durften einmal alleine spielen gehen abends), stellte sich heraus, dass er sie sogar kennt! Auf dem Spielplatz lernte ich St. mit ihrem 2-jaehrigen Sohn kennen, die auch aus Muenchen ist, auch im gleichen Krankenhaus entbunden hat und das genau ein Jahr und einen Tag vor mir und deren Mann Matthias Kollegen kennt, mit dem wir nach Hong Kong kamen. Wirklich kaum zu glauben... Alle sind super lieb zu mir und an fuehlt sich sehr willkommen. Es kennt allerdings auch jeder jeden und da die Maids jeweils auch noch untereinander Neuigkeiten verbreiten, bleibt hier nichts unentdeckt. Wie in einer Reihenhaussiedlung, nur das diese hier auf dem Kopf steht und mehr als 100 Meter in die Hoehe ragt.
Ansonsten habe ich wieder zwei dieser Stadtfuehrungen gemacht und dabei eine Kanadierin kennengelernt, die mit ihrem 13-Monate alten Sohn gerade erst nach Repulse Bay gezogen waren. Die trafen wir dann bei einer Baby-Easter-Party in einem Kinderladen wieder. L. und der Kleine spielten (aber eher jeder fuer sich) und die Erwachsenen unterhielten sich ueber die Distributionsstrategie von Starbucks in Deutschland. Zur grossen Freude von M., der ja ein absoluter Starbucks-Suechtiger ist, arbeite ihr Mann als VP bei Starbucks und damit war das Gespraechsthema klar. Aber besser als immer ueber Windeln zu reden. Die Party war wieder mal typisch fuer Hong Kong und so ganz anders als bei uns. Laut und schnell und zwar anstrengend fuer uns Erwachsene, aber anscheinend OK fuer die Zwerge. Das muss hier echt was mit der Abhaertung zu tun haben.
Achtung, jetzt kommt ein Part aus der Kategorie "Deine Sorgen moechte ich haben" und wer denkt, dass es uns hier eh schon zu gut geht, der sollte das besser ueberspringen.
Wir haben heute den Papierkram fuer unsere Maid abgegeben und hoffen, dass sie in 8 Wochen spaetestens bei uns sein wird. Sich fuer jemanden zu entscheiden, der dann 24 Stunden bei einem in der kleinen Wohnung sein wird und - viel wichtiger - auch mal auf L. aufpassen soll, ist nicht leicht. Wir hatten uns eigentlich fuer Li. entschieden, weil sie nett war, schon seit 14 Jahren hier arbeitet und eine Freundin von K.s Maid ist. Bei dem zweiten Treffen war sie dann im Bezug auf ihre Papier irgendwie komisch, so dass M. und ich wieder unsicher wurden und tausend Alternativszenarien druchspielten. Beim dritten Treffen war sie dann wieder sehr nett und wir entschieden uns fuer sie. Da sie aber den letzten Vertrag nicht beendet hat, verlangt die Regierung von den Philippinen recht viele Dokumente und nachdem ich alles fuer das Immigration Office hier in HK zusammen hatte, kapitulierte ich gestern und wir entschieden, doch alles ueber eine Agentur zu machen, wie hier fast alle. Mit L. zusammen bei den ganzen Aemtern rumzustehen ist halt nicht so toll. Mal schauen, wann sie nun kommt und wie wir uns aneinander gewoehnen. Bis dahin muss ich noch ihr Zimmer ausmisten, weil das momentan als Kellerersatz dient und es einrichten. Das ist nicht ganz einfach, da dort kein normal grosses Bett reinpasst.
Wenn sie dann da ist, werde ich wieder einen Mandarin-Kurs belegen und L. soll auch 3 mal die Woche in eine Art Krippe. Hier ist das aber eher eine Art "educational playgroup" und geht immer nur 90 bis 120 min und das auch nur in Begleitung von Maid oder Mama. Soviel zum Thema "Kind ist sinnvoll beschaeftigt und Mama hat mal kurz frei".
So, das war jetzt erstmal ein kurzes Update. Bald komme wieder mehr Geschichten ueber unser Leben hier in HK (zum Beispiel vielleicht ueber den Taxifahrer, der mich auf halber Strecke rauswarf, weil er kein Benzin mehr hatte oder so).
Liebe Gruesse an alle. Unsere neuen Kontaktdaten erhaltet Ihr bald von uns per Mail.