Bevor ich nach Hong Kong zog, fragte mich ein eigentlich sehr weitgereister und weltoffener Kollege, was ich denn dort an den Wochenenden anstellen wollte. Da gaebe es ja nicht viel zu tun. Ich moechte hier nun mal ein wenig Werbung fuer meine momentane Heimatstadt machen, die aus wesentlich mehr als nur Einkaufszentren in Central besteht.
Am Sonntag Nachmittag waren wir zum Beispiel auf einem der hunderte von Wanderwegen, bei denen man sehr schnell in eine vogelzwitschernde, Schildkroetenbeobachtende, dschungelartige Natur kommt. Zuerst fuhren wir von hier aus mit Freunden und drei Kindern unter 3 im Bus auf den Peak und genossen wieder einmal die unfassbare Aussicht nach beiden Seiten, bevor wir uns von dort aus in den Pokfulam Country Park aufmachten. L. lief fast die Haelfte des Weges und wir spazierten ungefaehr eineinhalb Stunden den Berg runter, um am Fuss des Berges dann wieder mit dem Bus ein paar Stationen zu uns heim zu fahren. Jetzt, da es auch hier langsam Herbst wird, kann man ideal die unzaehligen Wanderwege testen, die es auf Kong Kong Island, den New Territories und den vielen Inseln gibt.
Eine andere beliebte Freizeitbeschaeftigung der Hong Konger sind Bootstouren um die Inseln. Dazu kommt eine Gruppe von Freunden zusammen und mietet sich fuer einen Tag ein Boot mit Catering, das einen dann im Laufe der Fahrt irgendwann auch noch an einem abgelegenen Strand zum Baden rauslaesst. Da wir bei dem letzten dieser "Events" leider nicht konnten, steht das immer noch auf unserer Liste. Wir koennen also so schnell nicht weg...
Was wir da auch unbedingt noch machen muessen ist die Dolphin Watching Tour, bei der man die hier unfassbarerweise noch lebenden rosanen Depfine anschauen kann. Und die Bootstouren im Hafen werden eigentlich auch nie langweilig, weil einem die Skyline immer wieder umhaut.
Natuerlich gibt es auch zig sehr interesssante Museen, durch die man sich durcharbeiten kann. Heute Nachmittag gehe ich zum Beispiel wahrscheinlich mit meinen Schwiegerelten in das Medizinische Museum, das westliche und chinesische Medizinentwicklung der letzten 150 Jahre zeigt. Mal schauen, was mein Schwiegervater als Chirurg dazu noch zu erzaehlen hat.
Oder man schaut sich die "Heritage Sites" an, die Gebaeude oder Gebiete, die es geschafft haben, dem Bagger zu entgehen und einem ein Gefuehl fuer die Geschichte Hong Kongs geben koennen. Dazu natuerlich noch Tempel und sonstige heilige Staetten. Die New Territories und Lantau bieten da immer etwas zu entdecken.
Man kann natuerlich auch immer einfach an einen der vielen Straende oder in eins der unglaublich guten Restaurants. Fast alle bieten Sunday Brunches an, nach denen man drei Tage nichts mehr essen muss. Und wenn man nicht gerade schwanger ist, auch nichts mehr trinken (All you can drink Prosecco oder Champagner....). Wenn einem ueberhaupt nichts mehr einfaellt, kann man aber, wie ja jeder erwarten wuerde, einfach die Kreditkarte zum Gluehen bringen und einkaufen, bis einem die Arme wehtun. Aber das empfiehlt sich auf die Dauer leider nicht unbedingt.
Die Liste ist nicht mal im Ansatz vollstaendig und wenn wir wirklich drei Jahre bleiben (wer weiss das schon alles bei der jetzigen Wirtschaftslage), dann wird uns hier sicherlich nicht langweilig. Wer jetzt also Lust bekommen hat, uns zu besuchen... ;-)
Sonntag, 12. Oktober 2008
Carpe noctem
Manche haben sich schon zu Recht beschwert, dass wir immer noch keine Bilder hochgeladen haben und ich moechte das auch bald aendern. Aber heute kann jeder wirklich froh sein, dass er nicht sieht, in welchem Zustand ich das hier tippe. Unser kleiner 17-Monate alter "Engel" hat naemlich die letzten zwei Naechte nicht wirklich viel geschlafen und da ich sein liebster Spielgefaehrte bin, ich auch nicht. Vorgestern versackten M. und ich bei einem Grillen bei Freunden 11 Stockwerke ueber uns und machten den Fehler erst so gegen 1 Uhr nachts ins Bett zu gehen. Selber schuld, dachte sich unser Kleiner und beschaeftigte mich daraufhin von 3:40 bis 4:40 mit Wasserflasche auffuellen, rumtragen, Windel wechseln, etc. Um halb sieben morgens war aber dann natuerlich trotzdem die Nacht vorbei.
Gestern Abend waren wir dann um 22 Uhr schon so muede, dass wir nach Kofferpacken, etc. dann doch auch um 23 Uhr ins Bett gingen. Um halb zwei nachts brachte M. dann aber zu meinem Entsetzen schlaftrunken einen kleinen weinenden Kinderzimmerbewohner zu uns ins Bett, den ich dann nur noch bis viertel vor fuenf halbwegs zum Schlafen ueberreden konnte. Danach war es aus und um kurz vor sechs gab ich auf und ging mit ihm fruehstuecken. Ich konnte mich dann zwar von sieben bis neun noch einmal hinlegen, sehe aber trotzdem aus wie ein 80-jaehriger Panda und fuehle mich auch so. Wenn die Kleine in meinem Bauch keine Turnuebungen macht, macht der Grosse draussen welche. Die sind jetzt schon ein Superteam....
Gestern Abend waren wir dann um 22 Uhr schon so muede, dass wir nach Kofferpacken, etc. dann doch auch um 23 Uhr ins Bett gingen. Um halb zwei nachts brachte M. dann aber zu meinem Entsetzen schlaftrunken einen kleinen weinenden Kinderzimmerbewohner zu uns ins Bett, den ich dann nur noch bis viertel vor fuenf halbwegs zum Schlafen ueberreden konnte. Danach war es aus und um kurz vor sechs gab ich auf und ging mit ihm fruehstuecken. Ich konnte mich dann zwar von sieben bis neun noch einmal hinlegen, sehe aber trotzdem aus wie ein 80-jaehriger Panda und fuehle mich auch so. Wenn die Kleine in meinem Bauch keine Turnuebungen macht, macht der Grosse draussen welche. Die sind jetzt schon ein Superteam....
Freitag, 10. Oktober 2008
Ein Tag im Leben einer schwangeren Expat-Mama in Hong Kong
Unser kleiner Zwerg beendetet heute morgen um kurz nach sechs die Nacht und spielte erst noch eine Weile mit uns im Bett bevor es ihm dann zu dumm wurde und er fruehstuecken ging. Er nimmt dann meine oder M.s Hand und zieht uns aus dem Schlafzimmer raus. Da wir beide faule Hunde und keine Fruehaufsteher sind - ganz im Gegensatz zu unserem kleinen Monster - haben wir ihn heute morgen von unserer Perle fuettern lassen und der Papa hat danach noch mit ihm gespielt.
Um neun haben unsere Hilfe, der Kleine und ich mit Sack und Pack das Haus verlassen, weil sein Kindergarten im Victoria Park in Causeway Bay ein Picknick veranstaltete. Nachdem es die letzten Tage schon ein wenig kuehler geworden war (nur noch so 26 Grad), brannte heute die Sonne leider wieder ziemlich runter und wir brutzelten schnell vor uns hin. Aber ich war ja vorbereitet und wir hatten nicht nur fuer L. genug Wasser dabei, sondern die kugelige Mama hatte sich auch eine Flasche mit Wasser und Saft mitgenommen. Im Taxi ploppte leider der Deckel ab und meine Tasche wurde komplett ueberflutet. Wir konnten gerade noch mein Handy retten und dem Fahrer war es gluecklicherweise egal, dass er klatschnasse Scheine in die Hand gedrueckt bekam.
Im Park trafen wir dann ungefaehr hundertzwanzig hauptsaechlich chinesische Kinder unter drei mitsamt Helfern und teilweise den dazugehoerigen Mamas und Papas. Alle mit Kameras, ausser mir (ja, ja, die Schwangerschaftsdemenz...). Innerhalb weniger Minuten auf dem Spielplatz tropften wir alle froehlich in der Gegend rum und hatten die letzten Rentner verjagt, die gedacht hatten, dort in Ruhe Tai Chi machen zu koennen.
Wir sangen dann noch ein paar Lieder, teilten unsere Snacks (der Kleine war ueber und ueber mit Schokolade bekleckert) und bevor wir dann noch ein paar Spiele spielen konnten, gaben wir auf und schleppten den Kleinen heim. Im Taxi schlief er schon ein und wachte nicht einmal auf, als ich ihn zu Hause ins Bett legte.
Nach einem kurzen Mittagessen zu Hause, packte unsere Perle L. ein uns fuhr mit ihm wieder zum Kindergarten fuer zwei Stunden. Ich hatte in der Zwischenzeit einen Termin beim Arzt fuer ihn gemacht, weil er immer noch ein wenig hustete und mich endlich durchgerungen, einen Termin fuer seine Beschneidung zu machen (wahrscheinlich schreibe ich dazu spaeter mehr). Nach einer Stunde ging ich runter zur Lobby und traf mich mit zwei Maedels, um wieder in die Stadt in den China Tea Club zum High Tea zu fahren. Wir hatten das schon vor Wochen verabredet, weil die vierte im Bunde da unbedingt vor ihrer Entbindung noch hin wollte. Auf dem Weg teilte sie uns aber leider mit, dass sie statt auf dem Weg zu uns so gut wie auf dem Weg ins Krankenhaus war. Aber da hier ja fast jeder entweder frisch entbunden oder schwanger ist, kann sowas dann schon mal vorkommen....
Unsere immer noch recht Hong Kong-fremde Hilfe fand dann gluecklicherweise den Weg vom Kindergarten zum Restaurant und brachte mir L., der nach einem halben Muffin und zwei Keksen mit mir dann direkt zum Arzt aufbrach. Dort spielte er erst in Ruhe, um dann der Aerztin zu zeigen, wie laut er doch schon schreien kann, als sie versuchte, seinen Brustkorb abzuhoeren. Er erinnerte sich wohl an die letzte Impfung und war nicht sehr beeindruckt, da nun wieder hin zu muessen.
Danach versuchte ich mit ihm auf dem Arm zur Feierabendzeit in Central ein Taxi zu bekommen und das ist schon ungefaehr so, wie man sich das aus New York vorstellt, nur dass man hier nicht alte Damen umschubsen muss, um eins zu bekommen. Man muss nur sehr, sehr lange warten. Da Warten nicht unbedingt die Staerke des 17-Monate-alten auf meinem Arm ist, entschied ich mich dafuer, die Strasse entlang zu laufen und eins anzuhalten. Im naechsten Stadtviertel fand ich dann endgueltig ein freies Taxi, bei dem sich leider nach kurzer Zeit rausstellte, dass er keine Ahnung hatte, wo ich hinwollte oder wie man da hinkam. Wir bemerkten das dummerweise erst, als er schon an einer wichtigen Kreuzung vorbeigefahren war und ich ihn dann durch ein Strassengewirr aus Einbahnstrassen navigieren musste, um auf eine Parallelroute zu kommen. Ich muss mir jetzt endlich einen Spickzettel fuer meine Kantonesichvokabeln schreiben, weil mir genau in solchen Momenten die richtigen Worte nicht einfallen und genau solche Taxifahrer dann kaum englisch verstehen. Aber immerhin war er nett und es war ihm furchtbar peinlich, dass wir so in der Gegend rumkurven mussten. L. hielt ihn aber freundlicherweise mit Lippenpupsen auf meinem Arm bei Laune und spielte da die Tonleiter hoch und runter.
Jetzt ist es schon halb zwoelf und ich habe L. ins Bett gebracht, zu Abend gegessen, geskypt und meinem Maedel im Bauch bei der Gymnastik zugeschaut. Jetzt gehe ich langsam ins Bett und freue mich auf morgen, denn mir geht es hier gerade richtig gut.
Um neun haben unsere Hilfe, der Kleine und ich mit Sack und Pack das Haus verlassen, weil sein Kindergarten im Victoria Park in Causeway Bay ein Picknick veranstaltete. Nachdem es die letzten Tage schon ein wenig kuehler geworden war (nur noch so 26 Grad), brannte heute die Sonne leider wieder ziemlich runter und wir brutzelten schnell vor uns hin. Aber ich war ja vorbereitet und wir hatten nicht nur fuer L. genug Wasser dabei, sondern die kugelige Mama hatte sich auch eine Flasche mit Wasser und Saft mitgenommen. Im Taxi ploppte leider der Deckel ab und meine Tasche wurde komplett ueberflutet. Wir konnten gerade noch mein Handy retten und dem Fahrer war es gluecklicherweise egal, dass er klatschnasse Scheine in die Hand gedrueckt bekam.
Im Park trafen wir dann ungefaehr hundertzwanzig hauptsaechlich chinesische Kinder unter drei mitsamt Helfern und teilweise den dazugehoerigen Mamas und Papas. Alle mit Kameras, ausser mir (ja, ja, die Schwangerschaftsdemenz...). Innerhalb weniger Minuten auf dem Spielplatz tropften wir alle froehlich in der Gegend rum und hatten die letzten Rentner verjagt, die gedacht hatten, dort in Ruhe Tai Chi machen zu koennen.
Wir sangen dann noch ein paar Lieder, teilten unsere Snacks (der Kleine war ueber und ueber mit Schokolade bekleckert) und bevor wir dann noch ein paar Spiele spielen konnten, gaben wir auf und schleppten den Kleinen heim. Im Taxi schlief er schon ein und wachte nicht einmal auf, als ich ihn zu Hause ins Bett legte.
Nach einem kurzen Mittagessen zu Hause, packte unsere Perle L. ein uns fuhr mit ihm wieder zum Kindergarten fuer zwei Stunden. Ich hatte in der Zwischenzeit einen Termin beim Arzt fuer ihn gemacht, weil er immer noch ein wenig hustete und mich endlich durchgerungen, einen Termin fuer seine Beschneidung zu machen (wahrscheinlich schreibe ich dazu spaeter mehr). Nach einer Stunde ging ich runter zur Lobby und traf mich mit zwei Maedels, um wieder in die Stadt in den China Tea Club zum High Tea zu fahren. Wir hatten das schon vor Wochen verabredet, weil die vierte im Bunde da unbedingt vor ihrer Entbindung noch hin wollte. Auf dem Weg teilte sie uns aber leider mit, dass sie statt auf dem Weg zu uns so gut wie auf dem Weg ins Krankenhaus war. Aber da hier ja fast jeder entweder frisch entbunden oder schwanger ist, kann sowas dann schon mal vorkommen....
Unsere immer noch recht Hong Kong-fremde Hilfe fand dann gluecklicherweise den Weg vom Kindergarten zum Restaurant und brachte mir L., der nach einem halben Muffin und zwei Keksen mit mir dann direkt zum Arzt aufbrach. Dort spielte er erst in Ruhe, um dann der Aerztin zu zeigen, wie laut er doch schon schreien kann, als sie versuchte, seinen Brustkorb abzuhoeren. Er erinnerte sich wohl an die letzte Impfung und war nicht sehr beeindruckt, da nun wieder hin zu muessen.
Danach versuchte ich mit ihm auf dem Arm zur Feierabendzeit in Central ein Taxi zu bekommen und das ist schon ungefaehr so, wie man sich das aus New York vorstellt, nur dass man hier nicht alte Damen umschubsen muss, um eins zu bekommen. Man muss nur sehr, sehr lange warten. Da Warten nicht unbedingt die Staerke des 17-Monate-alten auf meinem Arm ist, entschied ich mich dafuer, die Strasse entlang zu laufen und eins anzuhalten. Im naechsten Stadtviertel fand ich dann endgueltig ein freies Taxi, bei dem sich leider nach kurzer Zeit rausstellte, dass er keine Ahnung hatte, wo ich hinwollte oder wie man da hinkam. Wir bemerkten das dummerweise erst, als er schon an einer wichtigen Kreuzung vorbeigefahren war und ich ihn dann durch ein Strassengewirr aus Einbahnstrassen navigieren musste, um auf eine Parallelroute zu kommen. Ich muss mir jetzt endlich einen Spickzettel fuer meine Kantonesichvokabeln schreiben, weil mir genau in solchen Momenten die richtigen Worte nicht einfallen und genau solche Taxifahrer dann kaum englisch verstehen. Aber immerhin war er nett und es war ihm furchtbar peinlich, dass wir so in der Gegend rumkurven mussten. L. hielt ihn aber freundlicherweise mit Lippenpupsen auf meinem Arm bei Laune und spielte da die Tonleiter hoch und runter.
Jetzt ist es schon halb zwoelf und ich habe L. ins Bett gebracht, zu Abend gegessen, geskypt und meinem Maedel im Bauch bei der Gymnastik zugeschaut. Jetzt gehe ich langsam ins Bett und freue mich auf morgen, denn mir geht es hier gerade richtig gut.
Dienstag, 7. Oktober 2008
Die Blaetter fallen auf kantonesisch
Wo waren wir? Mein Nestbautrieb hat zugeschlagen und ich war beschaeftigt damit, eine Babydecke zu stricken (noch nicht fertig), eine Kinderzimmerwand mit Fischen und einem Boot zu bemalen, das Dilemma eines guenstigen fahrbaren Babysitzes fuer Hong Kong zu loesen, eine Babyshower fuer eine Freundin zu organisieren und nicht zuletzt damit, meinen Schwiegereltern Hong Kong zu zeigen.
Ausserdem habe ich einen Einsteigerkurs in Kantonesisch besucht und kann mittlerweile Dim Sum im Restaurant auf kantonesisch bestellen. Aber nur zwei Sorten, am Rest arbeite ich noch.... Zusaetzlich kann ich dem Taxifahrer sagen, dass er bitte hier stoppen soll (Ni dou ting, mg goi). Das verstehen die meisten zwar auch auf englisch, aber es macht mehr Spass so.
Mein Experiment auf dem Markt auf kantonesisch nach dem Preis zu fragen, war nur halbwegs erfolgreich. Ich habe zwar brav "Ni goh gei doh chin a?"gefragt, aber als Antwort bekam ich den Preis leider nicht auf kantonesisch (das war die Aufgabe, zum Ueben, ob man das dann auch verstehen wuerde), sondern der Typ antwortete einfach "Fourty". Hatte wohl keine Lust auf eine radebrechende Langase... Manche tippen es auch schnell in ihre riesen Taschenrechner und halten einem die Zahl hin. Zum zweiten Teil meines einstudierten Dialogen, bei dem ich dann einen Betrag nenne und frage, ob es nicht auch guenstiger geht, bin ich noch nie gekommen. Aber man handelt hier eh nicht so wie in China. Man kann hoechstens 168 Dollar auf 160 runterhandeln, aber nicht 320 auf 60 oder so.
Kantonesisch kann L. noch nicht, aber manche Woerter kann er jetzt auf englisch (und dafuer dann aber nicht auf deutsch). Unsere Maid hat ihm beigebracht, bei jeder Windel, die er sieht, "Ditty" (dirty) zu sagen und die Nase zu ruempfen. Ausserdem hat er sich letztens selbst gelobt und sich "Goodboy" genannt. Zu dem seltsamsten Woertern, die er nun kann, gehoert "Oppall" fuer Unfall, weil sein Freund E. das immer sagt, wenn die beiden Boxauto fahren und aneinander stossen. Jetzt knallt er immer mit seinem Bobbycar an die Moebel und schreit "Oppall".
Ach, und das Wetter hat sich endlich geaendert und wir haben Herbst. Sooo schoen, endlich mal nicht schon klatschnass geschwitzt zu sein, sobald man in aus dem Haus tritt. L. hatte letzte Woche zum ersten Mal in fuenf Monaten Socken an und beschaute nur immer sehr interessiert seine Fuesse. Ein echtes Schoenwetterkind...
Ausserdem habe ich einen Einsteigerkurs in Kantonesisch besucht und kann mittlerweile Dim Sum im Restaurant auf kantonesisch bestellen. Aber nur zwei Sorten, am Rest arbeite ich noch.... Zusaetzlich kann ich dem Taxifahrer sagen, dass er bitte hier stoppen soll (Ni dou ting, mg goi). Das verstehen die meisten zwar auch auf englisch, aber es macht mehr Spass so.
Mein Experiment auf dem Markt auf kantonesisch nach dem Preis zu fragen, war nur halbwegs erfolgreich. Ich habe zwar brav "Ni goh gei doh chin a?"gefragt, aber als Antwort bekam ich den Preis leider nicht auf kantonesisch (das war die Aufgabe, zum Ueben, ob man das dann auch verstehen wuerde), sondern der Typ antwortete einfach "Fourty". Hatte wohl keine Lust auf eine radebrechende Langase... Manche tippen es auch schnell in ihre riesen Taschenrechner und halten einem die Zahl hin. Zum zweiten Teil meines einstudierten Dialogen, bei dem ich dann einen Betrag nenne und frage, ob es nicht auch guenstiger geht, bin ich noch nie gekommen. Aber man handelt hier eh nicht so wie in China. Man kann hoechstens 168 Dollar auf 160 runterhandeln, aber nicht 320 auf 60 oder so.
Kantonesisch kann L. noch nicht, aber manche Woerter kann er jetzt auf englisch (und dafuer dann aber nicht auf deutsch). Unsere Maid hat ihm beigebracht, bei jeder Windel, die er sieht, "Ditty" (dirty) zu sagen und die Nase zu ruempfen. Ausserdem hat er sich letztens selbst gelobt und sich "Goodboy" genannt. Zu dem seltsamsten Woertern, die er nun kann, gehoert "Oppall" fuer Unfall, weil sein Freund E. das immer sagt, wenn die beiden Boxauto fahren und aneinander stossen. Jetzt knallt er immer mit seinem Bobbycar an die Moebel und schreit "Oppall".
Ach, und das Wetter hat sich endlich geaendert und wir haben Herbst. Sooo schoen, endlich mal nicht schon klatschnass geschwitzt zu sein, sobald man in aus dem Haus tritt. L. hatte letzte Woche zum ersten Mal in fuenf Monaten Socken an und beschaute nur immer sehr interessiert seine Fuesse. Ein echtes Schoenwetterkind...
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