Dienstag, 11. März 2008

Temporarily not available

Heute ist der letzte Abend in unserem Hotel auf Kowloon und ab morgen sind wir mit unserem ganzen Sack und Pack in unserer neuen Wohnung und erst einmal nicht zu erreichen. Kein Telefon, kein Internet, kein Fernseher für bis nach Ostern.

Der Landlord hatte sich am Freitag ja noch lustige Irrungen und Wirrungen ausgedacht und wollte uns dann doch erst am Montag nachmittag in die Wohnung lassen, während er gleichzeitig darauf bestand, dass der Vertrag schon ab Freitag startete. Mal ganz abgesehen davon, dass die Umzugsleute Montag früh kommen sollten, war ich ziemlich sauer, dass wir zahlen sollten, ohne in die Wohnung zu können. Nachdem wir das dann geklärt hatten, konnten wir endlich unsere neue Bleibe besichtigen und im Detail ausmessen. Das wird lustig mit unseren Möbeln und dabei haben wir schon die Hälfte zu Hause gelassen oder bei L.'s Tante untergebracht...

Am Montag morgen traf sich M. mit den Umzugsleuten von Santa Fe und beobachtete, wie die Plombe des Containers geöffnet wurde. Danach fuhr er ins unserer Wohnung, während sie die Kisten in einen Laster umluden, mit dem sie vor unserem Gebäude vorfahren durften. L. und ich machten uns ein wenig später auf den Weg und hatten dabei wieder so ein "Das glaube ich nicht"-Erlebnis. Ich reichte unserem Taxifahrer die Visitenkarte mit unserer Adresse, da ich den Namen noch nicht auf kantonesisch weiß und er zog eine Lupe heraus, um sie zu lesen! Dabei fiel mir auf, dass er schon eine riesige Brille aufhatte! Ich dachte mir, wenn er mit Brille die Adresse nicht lesen kann, darf er dann fahren?! Während ich darüber nachdachte (mit L. auf dem Schoß ohne Kindersitz, so wie das hier eben so ist), fiel mir auf, dass er unter seiner Baseballkappe die leere Folienpackung von Krabbenkeksen stecken hatte und sich noch eine weitere in den Nacken gestopft hatte. Um sich zu schützen vor kosmischer Strahlung?
Er fuhr dann aber gut und wir kamen sicher an.

Die Umzugsleute waren prima und brachten unglaublich schnell unsere "269 items" in den 28.Stock. Ich war sehr erleichtert, als irgendwann nichts mehr nachkam, weil ich schon nach der Hälfte nicht mehr wusste, wohin mit dem Kram. Die Räume sind sehr schmal geschnitten, haben aber sehr hohe Decken. Genau das Gegenteil von unserer alten Wohnung und wir werden nun einiges umbauen müssen. Aber, es war so toll, sich nun endlich zu Hause fühlen zu können! Komisch, aber erst mit meinen Möbeln wurde es mir richtig klar, dass wir nun hier wohnen. Im Hotel hatte das immer noch den Anschein eines langen, anstrengenden Urlaubs.

Nachdem sie nun zwei Tage eingeräumt und Schränke aufgebaut haben, packe ich gerade unsere Sachen aus dem Hotelzimmer zusammen. Morgen früh um 9:00 werden wir abgeholt mit einem weiteren Umzugswagen und L. und ich ziehen komplett um.

Wir wünschen allen frohe Ostern und schöne Feiertage, Frühlingsgefühle, Osterglocken, Narzissen, Schokohasen und alles, was uns sonst noch hier fehlt.


Danke, A. für Deine Nachfrage : Keine Ahnung, warum wir so lange krank waren. Ich glaube, dass es einerseits ein Abschieds-Mini-Noro-Virus aus Deutschland war und andererseits die Anpassung an die schlechtere Luft hier. Die Klimaanlage kann es noch nicht gewesen sein, da die zu der Zeit Sendepause hatte. Hier war es ja auch kalt. Aber WIR SIND WIEDER GESUND UND TOPFIT!

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