Was treiben wir so abends in der Millionenstadt Hong Kong mit tausenden guter Restaurants? Wir doppsen und balancieren...
Gestern Abend hatten wir den Grossen endlich um 20:00 im Bett und M. hatte uns einen Salat gemacht, waehrend ich die Kleine auf meinen Beinen schaukelnd einhaendig bloggte (so wie eben, uebrigens). Puenktlich zum Abendessen um 21:00 wurde der Grosse dann wieder wach und wollte sich nicht mehr beruhigen. Um noch eine Chance zu haben, den Salat frisch zu essen, uebergab ich die Kleine an den Papa und nahm den Grossen raus und ass mit ihm auf dem Schoss. Er fuetterte mich mit meiner Gabel und M. und ich versuchten, unseren Kindern nicht auf den Kopf zu tropfen.
Da unser Grosser anscheinend ein Kinder-Psychologie-Buch gelesen hat ueber "Wie verhalten sich grosse Geschwister, wenn Familienzuwachs kommt", verhaelt er sich jetzt lehrbuchmaessig und wollte nach dem Essen unbedingt in den Kinderwagen von der Kleinen. Damals, als es noch sein eigener Kinderwagen war, hat er ihn gehasst (unsere Nachbarn in Deutschland koennten das bestaetigen, da ich fast immer mit einem weinenden Baby auf dem Arm, den Kinderwagen schiebend von unseren Spaziergaengen nach Hause kam), aber jetzt liebt er ihn. Unser fast zweijaehriges Kind musste also mit seinem Schlafsack in den Kinderwagen, stopfte sich den damals genauso verhassten Schnuller in den Mund und wies mich an, den Sonnenschutz zu schliessen, damit er ein wenig Privatsphaere haette. Dann musste ich ihn in den dunklen Flur schieben und alleine lassen, weil er entschied, von nun ab im Kinderwagen zu schlafen. Erstaunlicherweise schlief er tatsaechlich kurz danach darin ein, so dass M. ihn ins Bett tragen konnte, waehrend ich bis 23:00 eine blaehende zwei Wochen alte auf unserem Petzi-Ball doppste.
Ich nehme an, die vielen Restaurants muessen noch eine Weile auf uns verzichten...
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