Hier laeuft das anders ab. Ich habe die Qual der Wahl zwischen verschiedenen Institutionen, die sich alle gegenseitig ueberbieten, wie paedagogisch wertvoll sie doch seien. Auf diesem Einstiegslevel der Ausbildung sind die Schulen auch noch nicht voll (spaeter wird es dafuer richtig schwierig) und ich kann mich bei allen Schulen einfach mit meinem Wunschtermin anmelden. Aber dann ist es eben nicht so, dass man in dieser Zeit dann etwas anderes machen kann, sondern die zwei mal eine Stunde pro Woche, die die eine Schule zum Beispiel maximal fuer dieses Alter anbietet, muss man das Kind komplett begleiten und mitsingen, -huepfen, -tanzen, -basteln... Gibt es hier keine arbeitende Muetter? Ja, aber die haben dann alle eine Maid und wenn man zwei Kinder hat, dass braucht man in so einem Fall eben zwei Maids....
Da ich nicht arbeite, koennte man natuerlich fragen, warum L. dann ueberhaupt mit nur einem Jahr irgendwo hin soll. Aber da hier fast alle etwas mit ihren Kindern machen und HK bei den Pisa Studien immer Top 3 ist, kann es ja nicht komplett falsch sein. Ausserdem gefaellt es L. unglaublich, mit anderen Kindern zusammen zu sein und die Mama wird den ganzen Tag lang auch irgendwann langweilig.
Sehr wahrscheinlich wird er ab Juli (wenn wir wieder aus Deutschland zurueck sind) drei mal die Woche fuer zwei Stunden zu den Baby Buddies in Sheung Wan gehen . Die gefallen mir bisher am besten, weil es dort etwas entspannter zugeht. Sie versuchen nicht, wie die anderen, alles in eine Stunde zu quetschen. Ansonsten lauft naemlich immer laute Musik im Hintergrund und dann heisst es 10 min frei Spielen, 10 min Lieder singen, 10 min mit einem Ball spielen, 10 min basteln, ... Wie man sich so konzentrieren lernen soll, ist mir schleierhaft. Danach sind auf jeden Fall alle fix und fertig, Mutter und Kind.
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