Frueher wurde dann massenweise "Hell Money" verbrannt (die Chinese sind wohl nicht zu optimistisch dahingehend, wo ihre Verwandten landen), damit man sich auf der anderen Seite so alles kaufen kann, was man will. Ausserdem gerne einen Fernseher (ein gut nachgemachtes Roehrengeraet aus Papier), ein Telefon, ein frisches Hemd mit Krawatte (man will ja ordentlich aussehen) und eine goldene Rolex (Status ist alles). Damit man nicht ploetzlich anfangen muss, selbst zu waschen oder so (das eine Hemd das man hat), bekommen viele noch eine Papiermaid und wenn man gerade dabei ist gerne auch noch eine Villa und einen Mercedes.
Heutzutage hat sich das Bild ein wenig gewandelt. Nun brauchen die Verstorbenen nach Meinung ihrer Verwandten dringend: eine Kreditkarte (ist auch besser fuer die Umwelt, anstatt stapelweise Hell Money zu verbrennen), einen Flachbildfernseher, einen Laptop, einen i-Pod, ein i-Phone (das wurde gerade auf diese Papieropfer-Messe vorgestellt!) usw.
Da kann man sich nur wuenschen, dass die Verstorbenen, die hoffentlich alle lange gelebt haben, auch mit den Sachen umgehen koennen. Ich stelle mir das recht lustig vor. Ein 95-jaehriger Geist sitzt schimpfend auf einer Wolke (Luja sog' I) und bekommt das I-Phone nicht zum laufen. Vielleicht opfern die deswegen bald nicht nur Maids sondern auch Computerexperten aus Papier. Die koennten sich dann nach dem Job vielleicht mit der Papier-Konkubine vergnuegen, deren Mann ja nun keine Zeit mehr hat, weil er endlich in Internet surfen kann.
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